Die Geschäftsführerin von „musicfox“ aus Bruchköbel bei Hanau leitet zusammen mit Erik Ohl das junge Unternehmen.
Hier gibt es so genannte GEMA-freie Musik zu erwerben, aus allen Genres und absolut professionell produziert.
Mit Unterstützung der Universität Frankfurt im Rahmen eines Existenz-Gründer Seminars gelang vor einem Jahr der Schritt als Unternehmerin.
Mit einem großen Angebot an Musik für viele Medien wird „musicfox“ sicherlich bald auch international erfolgreich werden.
Was für eine Beziehung haben Sie zu Musik in all ihren Facetten, mal abgesehen von Ihrer Arbeit bei „musicfox“?
Musik ist bei mir auch abgesehen von musicfox tief verwurzelt. Ich bin in einer Musikerfamilie aufgewachsen: Meine Eltern sind beide Musiklehrer für Akkordeon und Klavier und meine Schwester diplomierte Pianistin. Ich selbst spiele seit meiner Kindheit Violine und Klavier.
Welche Musik komponieren Sie am liebsten?
Am liebsten komponiere ich soundtrack-artige Musik. Mein großes Vorbild ist John Williams, der unter anderem die Filmmusik für „Star Wars“ und „Harry Potter“ geschrieben hat. Ich mag den voluminösen und zugleich mit Details gespickten Orchester-Sound.
Können Sie was zur GEMA sagen, wie denken Sie darüber?
Die GEMA ist eine Institution, die Nutzungsrechte für Komponisten verwaltet. Für viele Komponisten ist es absolut sinnvoll, Mitglied der GEMA zu sein, allerdings ist dies auch mit Einschränkungen und Kontrollverlust verbunden. Daher entscheiden sich mittlerweile viele Komponisten auch für die GEMA-freiheit.
Wo sind denn die Vor- und Nachteile, GEMA-freie Musik bei Ihnen zu erwerben?
Heutzutage stehen viele Firmen vor der Aufgabe, mit kleinem Marketingbudget große Werbeerfolge zu erzielen. Genau an diesem Punkt setzt musicfox an:
Bei den vielen Kunden von „musicfox“, ist es schwierig da den Überblick über die Lizenzen zu bewahren, beziehungsweise alle zu kontrollieren, ob denn die Voraussetzungen für die Lizenz pro Lied noch gegeben sind?
Ich habe als Informatikerin bei der Programmierung des Systems viel Wert darauf gelegt, dass möglichst wenig manuelle Arbeit anfällt. Wir bekommen alle Bestellungen mit Details übersichtlich aufbereitet, sodass wir immer den vollen Überblick über die Lizenzen haben.
Können Sie ein paar Kinofilme nennen, wo Ihre Musik eingesetzt worden ist?
In Kinofilmen wird eigentlich keine gemafreie Archivmusik eingesetzt. In der Regel werden Kinofilme von Auftragskomponisten vertont. Jedoch wurde unsere Musik in einigen beeindruckenden Produktionen verwendet, aktuell ein Imagefilm der Deutschen Bundespolizei anlässlich deren 60. Jubiläums.
Wie wichtig sind Ihnen persönliche Kontakte zu Kunden und Musikern, beispielsweise auf Messen?
Wie sagt der Volksmund so schön: „Kontakte schaden nur dem, der keine hat“. Wir versuchen viel mit Musikern und Kunden zu sprechen. Als Unternehmer ist es ganz wichtig zuzuhören, um rauszufinden was der Kunde will.
Wäre Ihr Unternehmen ohne das Internet auch so schnell erfolgreich geworden?
Nun, das ist eine interessante Frage. Da musicfox ein reiner Onlinestore ist, würde es in dieser Form ohne Internet nicht existieren können. Ich bin der Überzeugung, dass die unkomplizierte Musikrecherche bei musicfox absolut erfolgsentscheidend für unser Unternehmen ist – ohne das Web hätten wir es sicherlich nicht geschafft, so schnell bekannt zu werden.
Was für Musik läuft denn bei Ihnen am besten?
Am besten läuft bei uns Action-Musik und emotionalisierende Musik.
Wie sieht die Zukunft bei „musicfox“ für die nächsten Jahre aus – was haben Sie für große Ziele?
Da unser Angebot in Deutschland so gut angelaufen ist, werden wir auf jeden Fall in nächster Zeit den Schritt auf den internationalen Markt wagen. Auch unser Leistungsspektrum wird kontinuierlich erweitert – seit einem Monat bieten wir beispielsweise auch Auftragskompositionen an. Und wir entwickeln neue Features zur Musiksuche. Unsere ToDo-Listen sind prall gefüllt und werden ständig um neue Ideen erweitert.